ich kiebe meine schreibmaschine
- a

- 6. Apr. 2006
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Jan. 2023
ich liebe meine schreibmaschine. warum? die sprache setzt sich in ihr zusammen. jeder buchstabe hat seine eigene mechanik und seinen eigenen platz im zuhause. ich überhülle mir und vergrundlage mich noch weiter auf der stockenden suche nach dieser verstockten welt und entdecke ein nicht geahntes ausmass an fehlern. ich schlage mich mit den fehlern (bei 60 dezibel liegt die aufwachschwelle) wild fuchtelnd, und gleichzeitig hänge ich an der säule (antik) der zeitlosigkeit, umwickle die gottlosigkeit mit meinen füssen, um sie an mich heranzuziehen, während das beziehungsgeflecht sich auflöst. wenige fragen genügen, mich über jahre zu beschäftigen. deren leben steht im widerspruch zu mir. wie lebt man an einer säule, mit den beinen schnappend, weiss aufzubrechen. wissen zu versuchen. beiseite zu lassen (privat) die umgebungsstrukturen. die beschäftigung mit den strukturen ist die beschäftigung mit fehlern. die beschäftigung mit fehlern birgt nichts. das richtige liegt anderswo. in hundert kleinen anzeigen oder fläschchen, die sich füllen (langsam), anstelle eines grossen topfes. füllen mit der richtigkeit ausserhalb des fehlerlosen.
struktur (wo sie sind)
eine tat: ja und ein
ein gefühl: nein und ich
ich liege unter
und drehe die erde um.


