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  • Autorenbild: a
    a
  • 20. Juni 2021
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Jan. 2023



analog ist schmutz. tinte an den fingern, farbbandspuren,

tusche am langärmligen t-shirt.

analog ist schmiermittel, braunes und schwarzes öl, das sich

seinen weg durch die maschine sucht. kriecht.

oder viel mehr grün. wie gras, das beim schneiden färbt. von

hand. analog ist morsches holz. es bröselt beim versuch es zu

schnitzen zu staub. analog sind teile, die auf der wasseroberfläche

schwimmen. die man sieht, wenn man im wasser ist. die man ver-

schluckt. analog sind kommata, die sich nachträglich nicht mehr

setzen lassen. ohne verschluckt zu werden.

perspektiven, die nicht stimmen. höhen, breiten, die sich nicht

einschätzen lassen. zeilenabstände, abhängig von der vollständig-

keit einer zahnradbewegung, buchstaben, die einen weg zurücklegen

deren geschwindigkeit von der kraft einer rückstellfeder bestimmt

wird. buchstaben, die andere buchstaben (verwandte) nach sich

ziehen. blattauschnitte, die von rechts nach links vorbeifahren

und sich von links nach rechts füllen. von oben nach unten

nicht wie ein glas wasser. die sich, einmal gefüllt, nicht mehr

leeren lassen – nicht wie ein glas wasser.

buchstaben, aufgereiht wie getrocknetes gras auf freiem feld.

zur einfuhr bereit.

worte, die erfunden werden müssen, weil man sie nicht nachschlagen

kann. nur vorschlagen. und anschlagen natürlich. beschreiben, was

nicht da war. was leer und unbeschrieben war. bis jetzt.

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